Soziologischen Analysen von Medien erlauben uns zu untersuchen, wie Gruppen und Institutionen Medien als Werkzeug zur Organisation gesellschaftlichen Lebens nutzen.
Teilt die Gruppe in Paare oder Trios und bittet sie
1. fünf negative Einflüsse aufzulisten, das heißt, Gruppen oder Personen, die sie nicht mögen – oder Veranstaltungen, die sie als negativ betrachten.
Zum Start, wie steht ihr zu...
- Saddam Hussein?
- Vladimir Putin?
- Adolf Hitler?
- Donald Trump?
- dem G8-Gipfel?
- Angela Merkel?
- der NSDAP?
2. Nun soll die Gruppe fünf positive Einflüsse auflisten.
Wie steht ihr zu...
- Martin Luther King?
- Mutter Theresa?
- Nelson Mandela?
- Mahatma Ghandi?
- dem Ract!festival?
- Amnesty International?
!! All dies sind nur Beispiele. Wenn ihr eine der Personen oder Initiativen anders zuordnen würdet, habt ihr schon ein Problem erkannt ;)
3. Diskutiert die Listen und fragt euch, warum ihr die Einflüsse so zuordnet und was Medien damit zu tun haben.
DES PUDELS KERN
Der Punkt ist, da du nicht jederzeit überall befinden kannst, hast du wahrscheinlich einen Großteil deiner Meinung aufgrund medialer Quellen gebildet. Besonders interessant ist es, wenn zwei Teilnehmer*innen grundlegend unterschiedliche Meinungen haben: Erforscht, aus welchen Quellen sie ihre Informationen beziehen.
Diese Übung erfordert ein wenig persönliche Offenheit und Ehrlichkeit, besonders auch gegen die eigenen Präferenzen und (Vor-)Urteile. Sie soll aber nicht werten, sondern nur die Funktion von Medien bei der Präferenzbildung abbilden und hinterfragen.
Mehr Infos zur Theorie gibt es im Handout (in den Attachments).
ENGLISCH 114: FIVE PEOPLE I DON'T KNOW AND DON'T LIKE
30-60 Minuten, nach Diskussionslänge
4-12
Zimmer, Stühle
Flipchart, Marker
Schmierpapier, Stifte
Die sozialwissenschaftliche Analyse von Medien zeigt uns, wie Gruppen und Institutionen das gesellschaftliche Leben in Muster einteilen und organisieren. Medien spielen eine gewichtige Rolle in diesen Prozessen, die Individuen zu Mitgliedern der Gesellschaft machen. Als funktional wird nur betrachtet, wer oder was zur Stabilisierung und Pflege einer Entität beiträgt als dessen Teil er, sie oder es sich betrachtet. Disfunktionalität wirkt destabilisierend.
Diese Betrachtung sollte die Diskussionsleitung im Hinterkopf haben. Eine Kritik dieses Ansatzes ist unabwendbar.
» handout_5leute.pdf
Medial Lens vl.3 Jack Byrne (IE)
CC BY 3.0 IE